Aufbau eines PV-Heizsystems

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Zur Abschätzung der Einsatzmöglichkeiten eines einfachen Heizstabes zur Nutzung von Überschussstrom wurde dessen Verhalten in der Simulationsumgebung „Insel“ mit Erzeugungs- und Lastdaten in minütlicher Auflösung simuliert. Die Lastdaten für Heizwärme-, Trinkwarmwasser- und Strombedarf wurden mit Hilfe der VDI 4655 sowie Temperatur- und Strahlungsdaten in minütlicher Auflösung generiert, sodass ein direkter Zusammenhang zwischen Wettereinfluss und Lastverhalten besteht. Als Referenzgebäude wurde ein durchschnittlich saniertes Einfamilienhaus mit 127 m² Wohnfläche, einem 5-kW-PV-System und einem 200-l-Trinkwarmwasserspeicher beziehungsweise 800-l-Pufferspeicher mit Schichtenladesystem gewählt. Zur Sicherstellung des Komforts, vor allem zur Bereitstellung des Trinkwarmwassers, wurde dem Speicher ein Bereitschaftsvolumen von gut 10 % des gesamten Speichervolumens bei einer Temperatur zwischen 50 und 70 °C vorgegeben. Die Regelung des Systems erfolgt über eine einfach umzusetzende Struktur: Der erzeugte PV-Strom dient in erster Linie zur Deckung des Haushaltstrombedarfs. Überschüsse werden über den Heizstab in den Trinkwarmwasser- beziehungsweise Kombispeicher bis zu einer maximalen Temperatur von 70 °C eingespeichert. Das Stromnetz dient wie üblich als Einspeisesenke und Bezugsquelle für elektrische Energie, während die thermische Versorgung über einen konventionellen Kessel gesichert wird (siehe Grafik 2).

Quelle: http://www.volker-quaschning.de/artikel/2013-03-Heizen-mit-PV-Strom/index.php

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