Immobilieninvestments: Österreich gewinnt an Attraktivität

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Immobilieninvestments: Österreich gewinnt an Attraktivität

  • Verbesserte Stimmung für Immobilieninvestments 2014
  • Green Buildings und Wohnimmobilien im Fokus
  • Europäischer Ausblick ist ähnlich positiv

Der österreichische Immobilienmarkt wird 2014 für in- und ausländische Investoren attraktiver. Vor allem Green Buildings und Wohnimmobilien sind gefragt. Die deutliche Mehrheit der Befragten (94 %) sieht demnach Österreich im Jahr 2014 als attraktiven bis sehr attraktiven Standort für Immobilieninvestments. Im vergangenen Jahr hatte die Quote noch bei 81 % gelegen. Auch im internationalen Kontext zeigt sich ein verbessertes Bild: Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bewerten fast alle Befragten (97 %) Österreich als attraktiv. In der Vorjahresumfrage hatten hier 86 % zugestimmt. Dies sind Ergebnisse des dritten Trendbarometers Immobilien-Investmentmarkt von EY. Für die Untersuchung wurden 32 Marktteilnehmer befragt, die in den vergangenen Jahren am österreichischen Immobilienmarkt aktiv waren. „Investoren sichern sich weiterhin mit Immobilien gegen Inflation und Euro-Krise ab, besonders in etablierten und stabilen Märkten wie Österreich“, fasst Alexander Wlasto, Partner bei EY Österreich, das Ergebnis zusammen.

Fokus auf Green Buildings
Ein besonderer Fokus liege auf Green Buildings. „Green Building-Standards zählen weiterhin zu den wichtigsten Investmentkriterien“, so Wlasto. Nachhaltigkeit manifestiere sich dabei nicht nur in ökologischer Hinsicht, beispielsweise in Form einer hohen Energieeffizienz der Immobilien. Auch soziale Aspekte wie ein hohes Maß an Behaglichkeit für die Nutzer spielten eine Rolle. „Im Resultat sind Green Buildings ökonomisch nachhaltig, da sie aufgrund ihrer Eigenschaften tendenziell wertstabiler sind als konventionelle Immobilien“, resümiert Wlasto.

Wohnimmobilie schlägt Einzelhandel und Büro
Mit Blick auf die unterschiedlichen Nutzungsarten schneidet die Wohnimmobilie am besten ab. Jeder zweite Befragte plant, 2014 einen starken Investmentfokus auf das Wohnungssegment zu legen. Wien, Graz und Salzburg sind hier die favorisierten Zielregionen. Ein möglicher Grund für die Nachfrage: Im Wohnungssegment wird der Umfrage zufolge mit sinkenden Preisen gerechnet, vor allem an peripheren Standorten, aber durchaus auch in 1a- und 1b-Lagen. „Dies könnte ein Indikator dafür sein, dass sich die Preisvorstellungen von Verkäufern und Käufern annähern“, kommentiert Wlasto. Unterschiedliche Preisvorstellungen zwischen Käufern und Verkäufern stellen das größte Transaktionshindernis im Jahr 2014 dar: 84 % der Befragten bestätigen dies.  „Überrascht hat es uns, dass die Investmentnachfrage nach Büroflächen als eher verhalten eingeschätzt wird“, sagt Wlasto. Der Fokus auf das Bürosegment ist der Umfrage zufolge deutlich geringer ausgeprägt als im Wohn- oder auch Einzelhandelsimmobiliensegment.

E-Commerce als Faktor im Einzelhandel
Die Preistrends stellen sich entsprechend differenziert dar. Für 1a-Lagen erwarten die Befragten steigende Preise für Büros und Einzelhandelsimmobilien. In 1b-Lagen sind die Erwartungen für beide Segmente verhaltener, während in peripheren Lagen mit sinkenden Preisen gerechnet wird. Eine mögliche Erklärung für das Einzelhandelsimmobiliensegment: In schwächeren Lagen wird eine zunehmende Bedrohung durch E-Commerce erwartet; 84 % der Befragten bestätigen dies.

Europäischer Ausblick: Positives Bild
Die Umfrage wurde zeitgleich in 15 europäischen Ländern durchgeführt. Rund 500 Unternehmen haben sich beteiligt. Ähnlich wie in Österreich erachten die Befragten ihre jeweiligen Heimatmärkte überwiegend als attraktiv für Immobilieninvestments. Deutschland und Großbritannien schneiden mit Blick auf die Attraktivität im europäischen Vergleich am besten ab. Italien und Spanien haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Das für Österreich erwartete Interesse an der Wohnimmobilie zeigt sich auch in anderen Ländern, vor allem in Zentral- und Osteuropa. Im Westen und Süden Europas tendieren die Anleger 2014 eher zu Büroimmobilien.

Quelle: http://www.ey.com/AT/de/Newsroom/News-releases/PM_2014_Real-Estate-Trend-Indicator

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